| Projektinformation |
ExWoSt-Projekt "Nahversorgung und Nahmobilität - Gute Beispiele integrierter Erschließungskonzepte" |
Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) |
Auftragnehmer: BiP Berlin in Kooperation mit Dr. Joachim Scheiner |
BearbeiterInnen: Uta Bauer , Susann Liepe (BiP Berlin) Dr. Joachim Scheiner
|
Bearbeitungszeitraum: November 2009 bis Dezember 2010 |
Aufgabenstellung: |
Konzentrationsprozesse im Einzelhandel haben die Einkaufsmobilität in den letzten Jahren stark verändert. Statt zu Fuß oder mit dem Fahrrad fahren immer mehr Menschen mit dem Auto zum Lebensmitteleinkauf. Damit entstehen typische Wechselwirkungen zwischen einer wünschenswerten wohnungsnahen Versorgung und der Mobilität. Je mehr Haushalte in große Einkaufszentren fahren, desto problematischer wird die Rentabilität kleinerer Versorgungseinrichtungen in fußläufiger Nähe. In der Folge dünnt sich das Angebot aus und zwingt zur Pkw-Nutzung. Bestimmte Bevölkerungsgruppen wie z.B. ältere Menschen oder Menschen ohne Pkw können sich immer schlechter selber versorgen.
Aufgabe ist es integrierte Konzepte zu erarbeiten. So sollen durch verbesserte Angebote für die Nahmobilität die Nahversorgung gestärkt und umgekehrt durch qualifizierte Nahversorgungsangebote die Rahmenbedingungen für die Nahmobilität verbessert werden.
|
Bearbeitungsmethodik: |
- Auswertung standardisierter Verkehrsdaten zum Mobilitätsverhalten bei Einkaufswegen (MiD 2008, StadtLeben)
- Recherche und Auswertung von "Guten Beispielen"
- Ableitung von fördernden oder hemmenden Faktoren
- Erarbeitung von modellhaften Erschließungskonzepten
- Praxistest in Modellkommunen in Form von Planspielen
- Dokumentation der Ergebnisse
Modellkommunen gesucht! Die Planspiele in den drei noch zu suchenden Modellkommunen haben die Aufgabe, die erarbeiteten „Optimalvarianten“ mit den beteiligten relevanten Akteuren vor Ort einem Praxistest zu unterziehen. Absicht ist es, komplexe Entscheidungsprozesse nachzubilden und Lösungswege für typische Konfliktsituationen zu erhalten. Dazu wird die Realität auf ein „Spielszenario“ verdichtet. Die verschiedenen Akteure (z.B. Kommune, Politik, Handel, Planungsbüros) erhalten vorab definierte Rollenbeschreibungen und sollen ihre jeweiligen Interessen vertreten bzw. gemeinsame Lösungen finden. Je nach Aufgabenstellung kann ein Planspiel weniger auf die institutionellen Akteure fokussieren und sich auf die Handlungsoptionen der Nachfrageseite konzentrieren.
|
Weitere Informationen: |
Weitere Informationen beim BBSR
|
nächste Projektinformation zurück zur Projektauswahl |