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Leitbild Mueßer Holz







Moderation der Eigentümer


Projektinformation

Prozessmoderation des Modellvorhabens Wald:
Stadt Mueßer Holz/Schwerin im Rahmen des ExWoSt-Forschungsfeldes
»Stadtquartiere im Umbruch«


Auftraggeber: Stadt Schwerin

Auftragnehmer: BPW-Hamburg in Kooperation mit BiP Berlin

BearbeiterInnen: Elke Pahl Weber, Nikoletta Rehsöft (BPW-Hamburg),
Uta Bauer (BiP Berlin)

Bearbeitungszeitraum: 2006 bis Mai 2007

Aufgabenstellung:
Aufgabe des Modellvorhabens Waldstadt Mueßer Holz im Rahmen des ExWoSt-
Forschungsfeldes »Stadtquartiere im Umbruch« ist die Erarbeitung eines Maßnahmen-, Durchführungs- und Finanzierungskonzeptes für den Stadtteil unter Berücksichtigung der vielfältigen Rahmenbedingungen und Handlungsmuster der beteiligten Akteure.  Im Mittelpunkt des Forschungsfeldes steht die Frage der wirtschaftlich effizienten Anpassung der technischen und sozialen Infrastruktur.

Bearbeitungsmethodik:
Prozessmoderation der Wohnungseigentümer im Mueßer Holz, Initiierung der Kooperation aller beteiligten Akteure, Erarbeitung eines gemeinsamen umsetzungsfähigen Leitbilds für die Zukunft des Stadtteiles, Vereinbarungen zur kooperativen Umsetzung von Maßnahmen.

Ergebnisse:
Das Modellvorhaben Mueßer Holz hat wichtige Handlungsoptionen und Chancen, der Dialogprozess mit den Eigentümern aber auch die Grenzen der Steuerungsmöglichkeiten im Stadtumbauprozess offen gelegt. Die unterschiedlichen Handlungszwänge und Interessen der einzelnen Akteure lassen sich nur bedingt mittels der klassischen, planerischen Mittel der „vernunftbasierten“ Leitbilder, Handlungskonzepte und Kommunikationsinstrumente zu einer Lösung führen. Die hohe Bedeutung des Flächeneigentums als Steuerungsgröße im Stadtumbau wird immer dann deutlich, wenn die Kooperationsbereitschaft der Wohnungseigentümer fehlt. Die heterogenen und schwierigen Wohneigentümerverhältnisse im Mueßer Holz verhindern bislang weitere Fortschritte im Umbauprozess insbesondere in den Gebieten, wo der Wohnungsbestand im Besitz von Insolvenzverwaltern, Gläubigerbanken und Fondsgesellschaften ist, die z. T. Mietausfallgarantien bis 2017 gewähren. Da ein wirtschaftliches Eigeninteresse an einem koordinierten Rückbauprozess fehlt, erlangt die Kommune Steuerungskompetenzen hier nur über ordnungsrechtliche Instrumente des BauGB oder über Liegenschaftspolitik und Flächenaufkäufe. Deshalb wird für den flächenhaften Stadtrückbau ein Grundstücks-/Stadtumbaufonds angeregt, der den Kommunen Handlungskompetenzen verschafft.

Weitere Informationen:
BBR
Fortschreibung Integriertes Stadtentwicklungskonzept
Nutzung von Rückbauflächen
Sicherungssatzung

Bauer, Uta; Pahl-Weber, Elke (2009): Grenzen des konsensualen Stadtumbaus - Erfahrungen aus Schwerin. Von der Kooperation zur Stadtumbausatzung. In: Die Wohnungswirtschaft, 4/2009, S.22,23.
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