BiP Logo







Projektinformation

»Standort- und Mobilitätsmanagement für private Haushalte«


Auftraggeber: im Unterauftrag der TU Hamburg-Harburg (ECTL)
gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung innerhalb des
Forschungsvorhabens »Intermobil Region Dresden« des BMBF-Leitprojektes
»Mobilität in Ballungsräumen«

Auftragnehmer: Büro für integrierte Planung (Herdecke, Kassel, Berlin)

BearbeiterInnen: Prof. Dr. Christian Holz-Rau, Prof. Dr. Petra Rau, Uta Bauer,
Wolfgang Nickel

Bearbeitungszeitraum: 1999 – 2004

Aufgabe:
Mobilitätskonzepte können nur dann langfristig erfolgreich sein, wenn sie neben der Verbesserung der Verkehrsangebote auch bei der Verkehrsnachfrage gestaltend eingreifen. Die Wohnstandortwahl der Haushalte ist in diesem Zusammenhang eine zentrale Einflussgröße. Auftrag des BiP  war es, Stellschrauben zur Beeinflussung der Wohnstandortwahl privater Haushalte zu identifizieren und konkrete Handlungsoptionen mit lokalen Praxispartnern aus Verwaltung und Wirtschaft zu entwickeln, umzusetzen und deren verkehrliche Wirkungen zu evaluieren.

Bearbeitungsmethodik:
Zur Analyse der Wohnstandortentscheidungen in der Region Dresden wurde eine repräsentative Befragung von Haushalten in der Region Dresden durchgeführt. Des weiteren wurden mit vier lokalen Kooperationspartnern (Stadtverwaltung Dresden, Stadt Pirna, Infineon, Südost WOBA) konkrete Maßnahmen eines verkehrsreduzierenden Standort- und Mobilitätsmanagements entwickelt und umgesetzt. Soweit dies möglich war, wurde durch einen exante und expost Vergleich die verkehrlichen Wirkungen der Maßnahmen quantifiziert.

Ergebnisse:
Die durchgeführten Maßnahmen in den Pilotprojekten beweisen, dass sich ein Standort- und Mobilitätsmanagement durch aus mit den betrieblichen Interessen von Groß-
unternehmen, Wohnungsunternehmen und Verwaltungen decken kann. So haben beispielweise die standortbezogenen (»Nähe« als Vermarktungsargument) und zielgruppenspezifischen Angebote des Wohnungs unternehmens deutliche Nachfrage-
steigerungen ausgelöst. Auch bei Infineon lässt sich der Erfolg des durchgeführten betrieblichen Mobilitätsmanagements in positiven Veränderungen des ModalSplits der Wege zur Arbeit der Beschäftigten nachweisen. Trotz dieser Erfolge liegen notwendige Maßnahmen eines umfassenden Wohnstandortmanagements (Beratung, Information, Kommunikation) noch quer zu den Ressortzuständigkeiten und brauchen deshalb weitere Unterstützung durch Modellprojekte.

Weitere Informationen:
www.intermobil-dresden.de

Bauer, Uta; Holz-Rau, Christian; Scheiner, Joachim (2005):
Standortpräferenzen, intraregionale Wanderungen und Verkehrsverhalten.
In: Raumforschung und Raumordnung,
Heft 4, S. 266 – 278

Bauer, Uta (2003):
Service contra Wohnungsleerstand – Mobilitätsmanagement,
ein Handlungsfeld für die Wohnungswirtschaft?.
In: vhw Forum Wohneigentum, Zeitschrift für Wohneigentum in der Stadtentwicklung und
Immobilienwirtschaft, Heft 6, S. 299 – 304
nächste Projektinformationzurück zur Projektauswahl