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Projektinformation

Mobiltätsgutachten - Barrierefreies Glückstadt


Auftraggeber: Stadt Glückstadt

Auftragnehmer: BiP Berlin in Kooperation mit raum + prozess, Hamburg

BearbeiterInnen: Uta Bauer (BiP Berlin)
Mone Böcker, Sina Rohling (raum + prozess)

Bearbeitungszeitraum: März 2013 - November 2013

Aufgabenstellung:
Im Rahmen der Erarbeitung eines „Zukunftskonzeptes Daseinsvorsorge“ wurde mit dem „Mobilitätsgutachten“ ein besonderer Fokus auf die Mobilität älterer Menschen und damit auf die „barrierearme Stadtgestaltung“ sowie die „barrierefreie Zugänglichkeit von Infrastruktureinrichtungen“ gelegt.

Bearbeitungsmethodik:
Neben einer umfassenden Bestandsanalyse von Barrieren in der historischen Innenstadt sowie dem Stadtteil Glückstadt Nord wurde die Erreichbarkeit und Zugänglichkeit von zwanzig ausgewählten Infrastruktureinrichtungen untersucht. Darauf aufbauend wurden - unter Beachtung der Belange des Denkmalschutzes - beispielhafte Lösungen für den öffentlichen Raum sowie für fünf ausgewählte Infrastruktureinrichtungen (inkl. Kostenschätzung) erarbeitet. Das Gutachten schließt mit Empfehlungen für die Umsetzung barriererfreier Standards im Planungsalltag.

Ergebnisse:
Das Gutachten hat in Glückstadt u. a. folgenden Handlungsbedarf identifiziert:
  • Auf wichtigen Wegeverbindungen sind einheitliche Gestaltungsprinzipien in der baulichen Anlage und der technischen Ausstattung von Straßenräumen anzustreben. Denn grundsätzlich gilt: Ein Überfluss an Materialvielfalt in einer Stadt kann Verwirrung erzeugen und die Orientierung erschweren.  
  • Mobilitätseingeschränkte Personen sind sehr umwegempfindlich. In Glückstadt sind zwar viele Gehwege abschnittsweise barrierefrei nutzbar, nicht abgesenkte Bordsteine oder zu querende Abschnitte mit Kopfsteinpflaster unterbrechen die Wegekette in Glückstadt an vielen Stellen. Im Gutachten werden konkrete Maßnahmen auf insgesamt vier wichtigen Wegebeziehungen in Glückstadt beschrieben, die dazu beitragen, ein barrierefreies und möglichst umwegfreies Gehwegenetz zu schaffen. Maßnahmen zur barrierefreien Umgestaltung in Glückstadt sollten prioritär auf diesen Wegeverbindungen umgesetzt werden.
  • Attraktive und vielseitig nutzbare öffentliche Aufenthaltsorte sind ein wesentliches Element einer barrierefreien Stadt. In Glückstadt kann die Aufentghaltsqualität rund um den zentralen Marktplatz durch attraktive Sitzgelegenheiten deutlich verbessert werden.
  • Besonders in den stark frequentierten Geschäftsbereichen in Glückstadt versperren temporäre Barrieren wie Kundenstopper, Warenauslagen und Außengastronomie häufig die Gehwege. Neben ordnungsrechtlichen Maßnahmen ("Sondernutzungssatzung") wird empfohlen, den Dialog mit den Einzelhändlern und Gastronomen zu suchen, Bewusstsein zu schaffen und gemeinsam nach möglichen Lösungen zu suchen.
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