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Antei der Alleinlebenden nach Geschlecht und Alter








Einpersonenhaushalte (Miete/Eigentümer)
Projektinformation

Expertise »Gender Mainstreaming in der Flächenkreislaufwirtschaft am Beispiel
der Stadt Region Stuttgart« im Rahmen des ExWoSt-Forschungsfeldes »Fläche im Kreis«


Auftraggeber: Deutsches Institut für Urbanistik

Auftragnehmer: BiP Berlin

BearbeiterInnen: Uta Bauer (BiP Berlin)

Bearbeitungszeitraum: Januar bis Mai 2006

Aufgabenstellung:
Am Beispiel der Planspielregion StadtRegion Stuttgart sollen gender-relevante Handlungs
felder in der Flächenkreislaufwirtschaft präzisiert und flächenpolitische Instrumente unter dem Aspekt der Chancengleichheit geprüft werden, um abschließend Empfehlungen abzuleiten.

Bearbeitungsmethodik:
Die Expertise gliedert sich in einen analytischen Teil, der die Fragen nach dem Flächenverbrauch und Flächenbesitz mittels Auswertung von Literatur und der Auswertung amtlicher Statistiken beantwortet und einen umsetzungsorientierten Teil, der auf die Instrumente zur Steuerung des Flächenmanagements der Planspielregion Stuttgart Bezug nimmt.

Ergebnisse:
Wichtige flächenpolitisch relevante gesellschaftliche Trends der Alterung und Indivi-
dualisierung sind ursächlich mit den Geschlechterrollen verbunden. Die Annahme, dass Frauen aufgrund ihrer geringeren Einkommen oder Vermögen weniger Eigentum besitzen und sich weniger Wohnfläche leisten, kann nach Auswertung des Mikrozensus (2002) nicht ganz bestätigt werden. Die Mehrzahl der Eigentümer-Einpersonhaushalte (63%) ist weiblich. Frauen verfügen bei den Einpersonen-Mieterhaushalten über eine durchschnittlich größere Wohnfläche als vergleichbare männliche Einpersonenhaushalte.

Die Auswertungen liefern Hinweise darauf, dass Frauen mehr Wert auf das Wohnen legen und sich bei vergleichbaren Einkommen mehr Wohnfläche leisten. Auch Suburbanisierungs- oder Reurbanisierungsprozesse sind z. T. mit der innerfamiliären Aufgabenverteilung und der damit verbundenen unterschiedlichen Bewertung von Standortqualitäten erklärbar. Ist das suburbane Einfamilienhaus das Gehäuse der Familie mit traditioneller Rollenaufteilung, steht die Stadtwohnung des neuen Familientyps für die gleichberechtigte Verteilung der Aufgaben und Berufstätigkeit beider Partner.

Die skizzierten Ergebnisse haben Konsequenzen für die Bewertung bislang praktizierter Strategien der Flächenkreislaufwirtschaft. Die Analyse ausgewählter Instrumente der Flächenkreislaufwirtschaft konnte die Wirkungen der Maßnahmen auf verschiedene Zielgruppen aufzeigen und damit deutlich machen, dass die Erfolgsaussichten zukünftiger Maßnahmen der Flächenkreislauf- wirtschaft mit einer Integration von Gender Mainstreaming deutlich verbessert werden.

Weitere Informationen:
die Expertise zum download
www.flaeche-im-kreis.de

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