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Umbaukonzept Flössergasse

Beirat

Forschungsteam

Auftaktveranstaltung Dessau
Projektinformation

ExWoSt-Forschungsfeld »Gender Mainstreaming im Städtebau«


Auftraggeber: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen,
vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Auftragnehmer: Deutsches Institut für Urbanistik in Kooperation mit dem
Büro für integrierte Planung, Berlin und der plan-werkStadt, Bremen

BearbeiterInnen: Dr. Stephanie Bock, Ulrike Meyer (Difu), Uta Bauer (BiP Berlin),
Heike Wohltmann (plan-werkStadt Bremen)

Bearbeitungszeitraum: 2003 – 2005

Aufgabe:
Im Forschungsfeld »Gender Mainstreaming im Städtebau« sollen übertragbare Verfahren entwickelt werden, die es den Kommunen ermöglichen, das Querschnittsziel der »Chancengleichheit« im planerischen Verwaltungsalltag umzusetzen.

Bearbeitungsmethodik:
Die Bearbeitung gliedert sich in vier Bereiche:
  • Sammlung und Dokumentation »Gute Beispiele«
  • Analyse der Wirkung gleichstellungspolitischer Zielsetzungen im EU-
    Programm URBAN II
  • Systematische Steuerung von Stadtentwicklung und Stadtplanung unter Gender-Aspekten in drei konkreten Kommunen (Modellstädte: Dessau, Pulheim, Referenzstadt: Bremen)
  • Die Erarbeitung und Erprobung eines Ziel- und Indikatorengerüstes
Das Forschungsvorhaben wurde von einem wissenschaftlichen Beirat beratend begleitet.

Ergebnisse:
Für eine erfolgreiche Integration von Gender Mainstreaming kann entgegen der ursprünglichen Aufgabenstellung kein Patentrezept empfohlen werden. Aufgrund der Vielfalt der Planungsverfahren sind Strategien für eine geschlechtergerechte Stadt eng an die jeweiligen Planungsaufgaben und Planungsroutinen anzukoppeln. Dies gelingt in stark regulierten formellen Planungsprozessen (z.B. Bauleitplanung) besser als in informellen Verfahren. Ein funktionierendes geschlechterdifferenziertes kommunales Datenmanagement ist die notwendige Voraussetzung, um Ungleichheiten und unterschiedliche Bedarfe überhaupt identifizieren zu können. Sie sind deshalb neben differenzierten Beteiligungsprozessen das Fundament einer geschlechtergerechten Planung. Gender Mainstreaming benötigt als ein umfassender kommunaler Lernprozess vor allem die Formulierug politischer Ziele, ausreichende Ressourcen und einen langen Atem. Es wird davon ausgegangen, dass die dauerhafte Implementation dieser Querschnittstrategie, vergleichbar mit der Nachhaltigkeitsstrategie, nicht von heute auf morgen gelingen wird.

Weitere Informationen:
BBR
Veröffentlichungen zum download
Handreichung Gender Mainstreaming in der Bauleitplanung

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Hrsg.) 2006:
Städtebau für Frauen und Männer. Das Forschungsfeld »Gender Mainstreaming im Städtebau« im Experimentellen Wohnungs- und Städtebau.
Bearbeitung: Uta Bauer, Dr. Stepahanie Bock, Ulrike Meyer, Heike Wohltmann
Werkstatt: Praxis, Heft 44, Bonn
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