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Konzept/Foto Isabel Hempel/ Silvie Weisshäupl

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Projektinformation

Studien: "Frauen machen Neue Länder"


Auftraggeber: Der Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer

Auftragnehmer: pme familienservice GmbH / BiP Berlin im Unterauftrag

BearbeiterInnen: Uta Bauer, Susanne Dähner, Julia Jarass, Christiane Pietsch

Bearbeitungszeitraum: 2009 - 2011

Aufgabenstellung:
Ziel ist die Herausarbeitung der besonderen Rolle von Frauen in den Neuen Bundesländern. Unter jährlich wechselnden Themenschwerpunkten (Wirtschaftskrise, Führungspositionen, Gestaltung der ländlichen Räume) wird untersucht, wie Frauen mit aktuellen Herausforderungen und Problemen umgehen und Prozesse des Wandels aktiv gestalten.

Schwerpunkte der aktuellen Studie „Mehr Raum für starke Frauen!“ (2011):

Die aktuelle Studie nimmt ländliche und periphere Regionen in den neuen Bundesländern in den Blick. Viele dieser Regionen schrumpfen und altern mit hoher Dynamik. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, welche gesellschaftlich relevante Rolle Frauen einnehmen, die auf dem Land und in Kleinstädten geblieben sind. Aktiven Frauen und gelungen Projekten wird  eine Bühne geboten, individuelle Geschichten vom „Dableiben“, vom „Hinziehen“ und einfach „Machen“ zu erzählen und damit „Verborgenes“ sichtbar zu machen.

Bearbeitungsmethodik:
Die Studien basieren zum einen auf eigenen quantitativen und qualitativen Befragungen (Online-Umfrage und Experten-Interviews) und zum anderen auf der Auswertung und zum Teil Neuinterpretationen aktueller wissenschaftlicher Studien und statistischen Datenmaterials.

Ergebnisse:
der aktuellen Studie „Mehr Raum für starke Frauen!“ (2011):
Wir haben Projekte und Persönlichkeiten porträtiert, die das Leben auf sehr individuelle Weise in die Hand nehmen und gestalten. Ihre Erfahrungen zeigen, dass es keine einfachen Rezepte gibt, dass es aber gelingt, mit unkonventionellen Ideen und neuen Allianzen eine besondere Lebensqualität auf die Beine zu stellen. Dabei haben sich einmal mehr die besonderen Kompetenzen der Frauen, auf Veränderungen und Herausforderungen zu reagieren, bestätigt.
  • Frauen übernehmen das Ruder: Vor allem im öffentlichen Dienst in Ostdeutschland bekleiden Frauen zunehmend Führungspositionen.
  • Kreativ, unkonventionell, vernetzt: Frauen organisieren kulturelles Leben, Daseinsvorsorge und machen sich gemeinsam stark für Bildung und Mobilität. „Frauen leben von Beziehungen“ und gestalten damit wichtige soziale Netzwerke.
  • Not macht erfinderisch: In Regionen, denen nach rein ökonomischen Kriterien keine große Zukunft vorausgesagt wird, haben wir besonders kreative Frauen gefunden. Statt auf Lethargie und Resignation sind wir auf fröhliche Lebendigkeit und ungewöhnlichen Erfindungsreichtum gestoßen.
  • Impulse durch Rückkehrerinnen aktiv nutzen: Einige der jungen Frauen, die abgewandert sind, kommen ganz bewusst zurück in ländliche und kleinstädtische Strukturen. Auf das Wissen, die Qualifikationen und die Erfahrungen dieser Rückkehrerinnen kann zukünftig nicht verzichtet werden.
  • Vielfältige Lebenswege – Frauen bewegen was: Die persönlichen Geschichten der Frauen zeigen, dass in der Peripherie keinesfalls die „Übriggebliebenen“ leben, sondern bewundernswert mutige Frauen, die zum Teil bewusst auf große Verdienstmöglichkeiten verzichten, dafür aber Engagement und sozialen Zusammenhalt umso mehr schätzen. Dabei können die Schwierigkeiten des Lebens in den abgelegenen Räumen der neuen Bundesländer nicht geleugnet werden, aber die Frauen begreifen diese als Herausforderungen, die gemeistert werden müssen.


Weitere Informationen:
die Studie 2011 zum Download
die Studie 2010 zum Download
die Studie 2009 zum Download

Blog zum Kongress frauen machen neue laender

Presse 2011:
ZEIT online vom 31.10.2011
Sächsische Zeitung vom 31.10.2011
Deutschlandfunk vom 3.11.2011
MDR Figaro: Radiointerview mit Uta Bauer, Autorin der Studie „Frauen machen Neue Länder – Mehr Raum für starke Frauen!“ (27. Oktober 2011)
Radio mephisto 97.6: Radiointerview mit Susanne Dähner, Autorin der Studie „Frauen machen Neue Länder – Mehr Raum für starke Frauen!“ (Oktober 2011)

Presse 2010:

Süddeutsche, Welt, Die Zeit, mdr
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