| Projektinformation |
Studie: Frauen machen Neue Länder - gut positioniert in der Bewältigung der Wirtschaftskrise |
Auftraggeber: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung |
Auftragnehmer: pme familienservice GmbH / BiP Berlin im Unterauftrag |
BearbeiterInnen: Uta Bauer, Susanne Dähner |
Bearbeitungszeitraum: März - September 2009 |
Aufgabenstellung: |
| Krisen zwingen zur Veränderung und Innovation. Wenn im Osten Deutschlands gut ausgebildete, flexible, erwerbsorientierte Frauen leben, können diese Frauen eine entscheidende Rolle bei der Krisenbewältigung einnehmen? Können ostdeutsche Frauen ihren im Vergleich zum Westen "relativen" Vorsprung in Unternehmen und auf dem Arbeitsmarkt sichern oder gar ausbauen? Auf diese Fragen soll die Studie erste Antworten finden. |
Bearbeitungsmethodik: |
- Sekundäranalyse vorhander Untersuchungen
- schriftliche Befragung ausgewählter ostdeutscher Unternehmen
- persönliche leitfadengestützte Interviews mit ausgewählten ostdeutschen Führungskräften
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Ergebnisse: |
Ostdeutsche Frauen sind Krisengewinnerinnen. Von der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzkrise profitieren die ostdeutschen Frauen. Die Arbeitslosenquote von ostdeutschen Frauen ist im März 2009 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,7 Prozent gesunken. Die Quote arbeitsloser Männer im Westen stieg hingegen um mehr als 12,1 Prozent. Ein Grund dafür ist die überwiegende Beschäftigung von Frauen im weniger konjunkturanfälligen Dienstleistungssektor. Insgesamt hat der Osten Deutschlands in der Krise einen konjunkturellen Vorteil, weil die dortige Wirtschaft kleinteiliger und dadurch flexibler ist.
Ostdeutsche reagieren dank der Wendeerfahrung gelassener auf die Krise: Die meisten der Ostdeutschen haben nach der Wende Beruf oder Arbeitgeber wechseln müssen. Vor allem weibliche Führungskräfte im Osten sehen die Krise eher als sportliche Herausforderung und weniger als Bedrohung.
Frauen - die besseren Krisenmanager? Ostdeutschland kommt zugute, dass der Frauenanteil in den Chefetagen der Unternehmen mit 30 Prozent in der obersten Führungsebene höher ist als im Westen. Dort stagniert der Anteil seit vier Jahren bei 24 Prozent. In der zweiten Führungsebene ist der Abstand mit 44 zu 34 Prozent noch deutlicher. Den Frauen trauen die Ostdeutschen zudem eher zu, die Krise zu meistern: In einer Umfrage von infratest dimap erklärten 60 Prozent der Befragten im Osten Frauen für die besseren Krisenmanager, während nur 15 Prozent dies den Männern zutrauen. |
Weitere Informationen: |
die Studie zum download
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