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Projektinformation

Determinanten und Handlungsansätze der Familienmobilität


Auftraggeber: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Auftragnehmer: BiP Berlin in Kooperation mit INOVAPLAN GmbH, FBS ForschungsBüro Scheiner und InnoZ GmbH

BearbeiterInnen: Uta Bauer (BiP Berlin)

Bearbeitungszeitraum: Laufzeit: Dezember 2013 - Juli 2015

Aufgabenstellung:

Die Mobilität von Familien wird immer komplexer. Immer mehr Mütter sinderwerbstätig, die Erwerbsbiografien werden unbeständiger, Pendelwege zur Arbeitwerden länger, Schulstandorte, Einzelhandel und Dienstleister konzentrierensich auf immer weniger Standorte und Kinder haben immer ausgefeiltere Tages-und Wochenpläne. Familien sind deshalb zeitlich belastet und haben die Mobilitätsbedürfnisseder einzelnen Haushaltsmitglieder miteinander abzustimmen.

Die Ziele des Projekts waren:
  • einebreite quantitative und qualitative Informationsbasis darüber zu schaffen, wieFamilien im Alltag unterwegs sind,
  • ein Bewusstsein über die Bedeutung von Mobilität im Alltag von Familien zu schaffenund
  • Handlungsempfehlungen zu entwickeln, wie Familien von Mobilitätszwängen und zeitlichen Zwängen entlastet werden können.

Bearbeitungsmethodik:
BiP Berlin recherchiert  im Rahmen dieses Forschungsprojektes Praxisprojekte, systematisiert Handlungsfelder der Familienmobilität und leitet Handlungsansätze ab. Darüber hinaus werden von BiP Berlin die qualitativen Analysen zur Mobilität von Familien durchgeführt. Dazu gehören bundesweit Interviews mit verschiedenen Familien in unterschiedlichen Regionstypen sowie mit Experteninterviews mit Kommunen und Anbietern von verkehrsbezogenen Dienstleistungen.

Ergebnisse:

Zu den Ergebnissen gehört, dass Familien häufiger unterwegs sind als Singles oder Paare im gleichen Alter. Allerdings sind die Strecken, die von Familien zurückgelegt werden, kürzer. Dennoch nutzen sie meistens das Auto, das schnell, flexibel und kostengünstig ist, aber auch, weil Eltern meinen, ihr Kind so sicher von A nach B bringen zu können. Negative Folgen dieser erhöhten Mobilität mit dem Auto sind unter anderem motorische Defizite bei Kindern und ein erhöhtes Gefährdungspotenzial durch geringe eigene Erfahrung im Straßenverkehr. Der Ausbau von sicheren Fuß- und Radwegen, eine verbesserte Verkehrssicherheit, familienfreundliche Tarifsysteme im ÖPNV und barrierefreie Zugänge zu Bahnhöfen und Haltestellen können Elemente einer familienfreundlichen Verkehrsplanung sein. Verbesserte Rahmenbedingungen für eine „Familienmobilität“ nützen allen Familienmitgliedern, besonders aber den Frauen, da sie nach wie vor einen Großteil des familiären Alltags gestalten.

 


Weitere Informationen:
Bauer Uta / Herget, Melanie / Manz, Wilko / Scheiner Joachim (2015): Mobilität von Familien – ein täglicher Balanceakt. Was Kommunen und Verkehrsunternehmen tun können, um Familien zu entlasten. In: Stadt und Gemeinde, 7-8, S.321,322.

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (Hrsg.)(2015): Familienmobilität im Alltag – Herausforderungen und Handlungsempfehlungen. Bearb.: Uta Bauer, Dr. Melanie Herget, Dr. Wilko Manz, Dr. Joachim Scheiner. Berlin

Diese Broschüre können Sie hier bestellen.
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